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Mein Fenster zur Welt

Künstliche Intelligenz und Smartphone helfen mir, damit ich es selber kann.

Die Weiterentwicklung der Technologie und der Einsatz von künstlicher Intelligenz eröffnen sehbehinderten Menschen ganz neue Möglichkeiten, mit ihrer Umwelt zu interagieren. Blinden Kindern und Jugendlichen die Fähigkeiten zum optimalen Umgang mit dieser Technologie in Ausbildung und Freizeit beizubringen ist das Ziel unserer diesjährigen Schwerpunkt-Activity.

Mag. Erich Schmid, Informatiklehrer am Blindeninstitut Wien und seit der Geburt blind, rückt die vielen Vorteile der Technologie in den Vordergrund: „Technische Entwicklungen haben sich bisher noch nie zum Nachteil von Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung ausgewirkt. Daher sehe ich künstliche Intelligenz nicht als Bedrohung, sondern als Chance.“ 

In seiner Rolle als Spezialist für Brailleschriften und technische Hilfsmittel ist er bei der Erstellung von nationalen und internationalen Normen beteiligt. Neben seiner Expertise im IT-Bereich ist der begeisterte Hobby-Schachspieler auch als Komponist und Chorleiter tätig. Er begrüßt Hilfsmittel wie Seing AI in deutscher Sprache, die eine vielfältige und möglichst barrierefreie Lebensgestaltung fördern.

„Richtig angewendet kann AI zu einem großartigen und vielseitig einsetzbaren Werkzeug werden. In Kombination mit Smartphones lassen sich Herausforderungen des Alltags wie Orientierung und der Zugang zu optischen Informationen leichter meistern“ so Schmid.

In Workshops soll getestet werden, wie künstliche Intelligenz (AI) in Verbindung mit Smartphones (Apple- und Android-Betriebssystem jeweils in den neuesten Versionen) Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren hilft, Alltagsaufgaben (z.B. Orientierung, Geldscheinerkennung, Lesen von "Schwarzschrift" auf Papier oder anderen Materialien, …) besser als bisher zu bewältigen.

Wir sind schon auf die Ergebnisse gespannt und werden Sie auf dem Laufenden halten.

Drei Beispiele dafür, wie künstliche Intelligenz Sehbehinderte unterstützt: